Das heute vom Bundeskabinett beschlossene Sparpaket hält Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), für schmerzhaft, aber nötig. Den Vorrang des Staates im Insolvenzverfahren lehnt er allerdings ab.
Vom Langzeit-Energiespeicher über das elektronische Verkehrsmonitoring bis hin zur EDV-gesteuerten Kunden-Terminplanung – den Unternehmen hierzulande gehen die Ideen nicht aus. Das ist das Fazit des Wettbewerbs "Potenzial Innovation".
Schon lange wird um ein neues Modell zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD, ZDF und Deutschlandradio) gerungen. Der bisherige gerätebezogene Ansatz ist in Anbetracht immer neuer Möglichkeiten des Rundfunkempfangs z.B. über Mobiltelefon oder PC nicht mehr zeitgemäß. Der DIHK spricht sich daher seit Jahren für einen geräteunabhängigen Finanzierungsansatz aus. Dieses Ziel scheint nun in greifbarer Nähe. Die Ministerpräsidenten der Länder haben am 9. Juni die grundlegende Ausrichtung des neuen Gebührenmodells beschlossen und sich für eine geräteunabhängige Beitragserhebung entschieden.
Zwölf konkrete Vorschläge zum Bürokratieabbau haben die Spitzen der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), des Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) heute der Bundesregierung überreicht. Die Wirtschaft kann allein damit um mehrere Milliarden Euro pro Jahr entlastet werden. Die Vorschläge umfassen unter anderem Verbesserungen beim elektronischen Entgeltnachweis ELENA, Erleichterungen für Existenzgründer bei der Umsatzsteuervoranmeldung, Vereinfachungen bei der Abgeltungssteuer sowie die Gleichbehandlung von Rechnungen und Belegen in elektronischer und Papierform. Allein das Ausstellen und Aufbewahren von Rechnungen schlägt derzeit mit rund 9 Milliarden Euro pro Jahr zu Buche.
"Nicht Lehrstellen, sondern Bewerber sind knapp": So fasste Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), heute in Berlin die Ergebnisse der DIHK-Ausbildungsumfrage 2010 zusammen.